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Bar zahlen, und darüber reden.
Das Zeitfenster ist jetzt. In Brüssel verhandeln EU-Parlament, Rat und Kommission gerade darüber, wo Bargeld künftig angenommen werden muss. Eine Einigung ist bis Ende 2026 angestrebt. Was bis dahin nicht hineinverhandelt wird, lässt sich später nur schwer nachholen.
Auf dieser Seite findest du unsere Forderung, die eine Sache, die am meisten bewirkt, und weitere Wege, wenn du mehr tun willst.
Kurz gesagt: So hilfst du, Bargeld zu erhalten
- Bar zahlen und darüber reden. Jede Barzahlung zeigt, dass Bargeld gebraucht wird.
- Die EU verhandelt über eine Annahmepflicht für Bargeld, eine Einigung ist bis Ende 2026 angestrebt. Wir fordern: keine Ausnahme für Automaten, kein „Keine Barzahlung“, Behörden nehmen Bargeld an.
- Am meisten bewirkt ein Brief in eigenen Worten an deine Bundestagsabgeordneten. Aufwand: etwa 10 Minuten.
1 Die Forderung
Wo Karte geht, muss auch Bargeld gehen. Bei Firmen und bei Behörden.

Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel. Trotzdem dürfen Firmen es heute per Vertrag ausschließen, und auch Behörden in manchen Fällen. Die geplante EU-Verordnung soll eine Annahmepflicht einführen. Das ist gut. Aber Rat und Parlament wollen Automaten davon ausnehmen, ausdrücklich auch Fahrkartenautomaten. Wer nur bar zahlen kann, steht dann am Bahnsteig, am Parkplatz oder im Bus und kann nicht bezahlen.
Deshalb fordern wir
- Keine pauschale Ausnahme für Automaten. Fahrkarten, Parken und öffentliche Gebühren müssen sich bar bezahlen lassen. Deutschland soll dazu strengere Regeln erlassen dürfen, und es auch tun.
- Kein „Keine Barzahlung“. Das geplante Verbot solcher Schilder muss im Ergebnis bleiben.
- Behörden gehen voran. Wer Gebühren verlangt, denen niemand ausweichen kann, muss Bargeld annehmen.
Damit stehst du nicht allein: Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert, dass Fahrkartenautomaten Bargeld annehmen müssen.
In Brüssel wird zugleich über den digitalen Euro verhandelt. Hier geht es um das Bargeld.
2 Wenn du nur eine Sache tust
Schreib deiner oder deinem Bundestagsabgeordneten.
Aufwand: etwa 10 Minuten

Warum gerade das: Für Deutschland verhandelt die Bundesregierung mit, über den Rat der EU. Und sie hat sich festgelegt. Im Koalitionsvertrag steht: „Das Bargeld als gängige Zahlungsform erhalten wir.“ Erinnere sie daran.
So geht's, in drei Sätzen
- Wer du bist: dein Wohnort und warum dir Bargeld wichtig ist.
- Was du erlebt hast: ein Automat, ein Laden, ein Amt, wo Bargeld nicht ging.
- Was du willst: die Forderung und eine Frage, auf die nur Ja oder Nein passt.
Wenn dir der Anfang schwerfällt, ergänze diese Satzanfänge: „Ich wohne in … und zahle bar, weil …“ – „Neulich wollte ich …, aber …“ – „Bitte sagen Sie mir: …“
Fragen, die du stellen kannst
Setzt sich die Bundesregierung im Trilog (EU-Parlament, Rat und Kommission) dafür ein, dass die Mitgliedstaaten strengere Regeln für die Bargeldannahme an Automaten erlassen dürfen?
Wird Deutschland Fahrkartenautomaten im Nahverkehr verpflichten, Bargeld anzunehmen?
Werden Bundesbehörden verpflichtet, Gebühren auch bar anzunehmen?
Auf eine klare Frage muss man antworten. Auf Empörung nicht.
Bitte um eine schriftliche Frage
Du kannst deine Abgeordnete oder deinen Abgeordneten bitten, die Frage offiziell an die Bundesregierung zu stellen. Dann muss die Regierung antworten, und die Antwort wird als Bundestagsdrucksache veröffentlicht. Darauf kann man sich später berufen.
Wichtig: in eigenen Worten
Hundert gleiche Mails zählen in einem Abgeordnetenbüro oft als eine Kampagne. Drei eigene Sätze zählen als Stimme einer Bürgerin oder eines Bürgers. Noch stärker wirkt ein Anruf im Wahlkreisbüro oder ein Besuch in der Bürgersprechstunde.
3 Wenn du mehr tun willst
Europaabgeordnete anschreiben
Aufwand: etwa 10 Minuten

Für das EU-Parlament verhandelt ein kleines Team: der Berichterstatter Fernando Navarrete (EVP) und je ein Schattenberichterstatter jeder Fraktion. Bei der Bargeld-Verordnung ist mit Damian Boeselager (Grüne/EFA) auch ein deutscher Abgeordneter dabei. Am Ende stimmt das ganze Parlament noch einmal ab, auch deine Europaabgeordneten.
Bitte sie, beim Verhandlungsteam darauf zu drängen, dass das Verbot von „Keine Barzahlung“-Schildern bleibt und Deutschland strengere Regeln für Automaten erlassen darf. Und frag sie, ob sie einem Ergebnis ohne diese Punkte zustimmen würden.